Winterwochenende in Adelboden: Auszeit & Pulverschnee

Das kleine Dorf Adelboden im Berner Oberland hat uns verzaubert. Für vier Tage tauchten wir ein in eine märchenhafte Winterlandschaft, liessen uns kulinarisch begeistern, fuhren Schi auf einem Hochplateau und staunten über die atemberaubende Bergwelt der Schweizer Alpen. Es ist wirklich nicht zu dick aufgetragen, ich habe wie eine Verrückte Fotos gemacht, weil ich manchmal selbst nicht glauben konnte wie schön es war.
Meine Tipps für ein romantisches Winterwochenende in Adelboden habe ich dir hier zusammengefasst.

Unsere Winterwochenende in Adelboden kurz gefasst:

Hotel: The Cambrian
Tag 1 Wellness & Außenpool: The Cambrian Spa
Tag 2 Schi fahren: Hochplateau Engstligenalp
Tag 3 Schi fahren: Skiregion Adelboden-Lenk
Tag 4 Spaziergang am Fluss: Engstlige in Adelboden
Kulinarik: The Cambrian Frühstück & Abendessen

Tag 1 – Aussenpool mit Bergpanorama & Schneeflocken im Gesicht

Wir reisten mit dem Auto über die sich hinauf schlängelnde Passstrasse an. Vorbei an dick verschneiten Bäumen und kleinen Holzhütten an den Hängen der imposanten weissen Berge.
Angekommen in unserem Hotel ‚The Cambrian‘ wollten wir sofort den legendären Aussenpool besuchen. Es war einfach traumhaft: Warm dampfendes Wasser, rundherum tief verschneite Bergketten, die eisige Luft, die Sonne drückte durch den mystischen Nebel durch und die tanzenden Schneeflocken landeten kühle auf unseren Gesichtern. Und dann ging auch noch das Blubbern des Pools an, Freude und Entspannung pur.

Abends durften wir nach einem Drink am Kaminfeuer (Daiquiri und Whiskey Sour waren fein) das köstliche Abendessen des Hotelrestaurants geniessen. Es gab unter anderem Beef Tartar ‚Cheese Burger‘ und gebackene Kartoffeln mit Schweizer Käse.

Mein Tipp:
Einen zeitlichen Slot für Spa und Restaurant schon vor der Anreise reservieren.

Tag 2 – Überwältigend schöne Engstligenalp

Ein atemberaubend schöner Ort. Anders kann man das Hochplateau ‚Engstligenalp‘ kaum in Worte fassen. Aber von Anfang an.

Es war nebelig an diesem Tag und wir hatten die Hoffnung Schi fahren zu können schon aufgegeben. Doch der Rezeptionist konnte nicht glauben, dass wir tatsächlich planten spazieren zu gehen statt es auf den Berg hinauf zu versuchen. Er klappte eine Karte aus und empfahl uns die Engstligenalp.
Mit dem Bus fuhren wir von der Station ‚Adelboden Post‘ zur Station ‚Unter dem Birg‘. An der Gondelstation war es immer noch nebelig. Die Dame am Schalter warnte uns vor der Lawinengefahr. Aber es wurde gerade gespengt, jetzt sollte das Befahren der geöffneten Pisten wieder sicher möglich sein. Von der Gondel aus sahen wir die berühmten Wasserfälle eingefroren, die Landschaft war noch immer in Nebel gehüllt. Der Optimismus verliess uns, wo hatten wir uns da nur hineinmanövriert.

Oben angekommen gingen wir vor das Stationsgebäude und… trauten unseren Augen kaum. Wir blickten auf mächtige komplett verschneite Gipfel und Berghänge voller Pulverschnee, darüber blauer Himmel und Sonne. Mir entfuhr ein ‚Wooooow‘ und die nächste halbe Stunde verbrachte ich mit Fotografieren, sogar auf dem Weg mit dem Zubringerlift zu den Pisten. Das alpine Hochplateau wirkte wie ein Krater, an dessen Seiten sich Pulverschnee-Berge erhoben, sanfte Hügel und imposante Gipfel. Aber seht selbst, ich habe ausreichend Fotos gemacht.

Die Pisten am anderen Ende des ‚Tals‘ waren nur teilweise geöffnet aufgrund der Lawinengefahr. Es gab zwei Schlepplifte und drei Pisten. Etwas verunsichert und gleichzeitig begeistert fuhren wir mit dem Lift hinauf. Es war eine unbeschreibliche Abfahrt, fast ganz alleine und mit spektakulärer Aussicht. Es lag Pulverschnee auch auf der Piste und der Schnee glitzerte in der Sonne. Nach einer weiteren Abfahrt wollten wir uns einen kleinen Snack auf der Hütte gönnen. Es gab eine riesige Portion Pommes im Schnee auf kleinen Auflagen sitzend.

Plötzlich zog Nebel über eine der Pisten. Noch einmal schnell rauf oder doch lieber bleiben lassen? Wir teilten uns auf und ich blieb unten sitzen. Minütlich verschluckte der Nebel mehr von den Pisten und vom Lift. Nach dieser letzten Abfahrt war es kaum mehr möglich die Hand vor den Augen zu sehen und wir hängten uns wieder an den Zubringerlift, um zur Gondel und dann ins Hotel zurück zu kommen.

Abends gab es wieder Köstlichkeiten vom Hotelrestaurant, diesmal wurden u.a. Burrata mit Walnuss und unglaublich guter gebratener Brokkoli mit schwarzem Sesam serviert.

Mein Tipp:
Als Gast in Adelboden erhält man eine Gäste-Card, mit der man gratis mit den Bussen der Region fahren kann. Der Bus Nummer 232 fährt direkt zur Gondel-Station der Engstligenalp. Es gibt auch einen (eher kleinen) Parkplatz dort, aber es schneite bei unserem Besuch stark und die geparkten Autos waren bald von einer Schneedecke bedeckt. Außerdem war die Strasse frisch verschneit und da fanden wir es praktisch mit dem Bus zu fahren.
Und: Es kann nicht schaden sich mit Sonnencreme einzuschmieren. Ich hatte das nicht gemacht und sah an diesem Abend aus wie Rudolph und meine Schibrille war dank des Sonnenbrands immer noch erahnbar.

Tag 3 – Schifahren in Adelboden & Relaxen im Spa

Auch das Frühstücksbuffet im The Cambrian kann sich sehen lassen. Besonders der die Käseauswahl und das köstliche Obst haben mich jeden Morgen erfreut. Und natürlich der Blick auf die verschneiten Berge.

Diesmal war Schi fahren in der riesigen Schiregion Adelboden-Lenk angesagt. Das Wetter spielte absolut mit und schon die Gondelfahrt hinauf zur Station Sillerenbühl war ein Erlebnis. Man fliegt quasi über unberührten Pulverschneefelder und zwischen angezuckerten Bäumen noch höher hinauf in die Berge. Man kann von Adelboden aus (Bus Station Mineralquelle oder Oey) von der Gondel-Station Oey zur Mittelstation Bergläger fahren und dort schon ein paar Pisten erkunden. Oder man fährt gleich ganz hinauf nach Sillerenbühl und steht vor einem überwältigenden Ausblick über die vielen Pisten und Lifte inmitten der grandiosen Berge.
Wir setzten uns kurz auf die Terrasse der Hütte und stärkten uns vor dem Schiabenteuer.
Auf zig Pistenkilometern kann man dahinsausen und auch stunden später kann man sich an dem Panorama nicht satt sehen. Zumindest als Städter wie wir.

Nach dem Schi fahren genehmigten wir uns eine heisse Schokolade mit Bergpanorama in der Bar des Hotels (und mit Marshmallow!). Und eine Gesichtsbehandlung und Massage namens ‚Gute Nacht Boost‘ im Spa unseres Hotels The Cambrian. Herrlich!

Abends wurde diesmal u.a. ein knuspriger Enoki Pilz, Zanderceviche und ein flüssiger Schoggikuchen serviert.

Mein Tipp:
Es gibt Skipässe für die gesamte Region, aber auch nur für Teilgebiete. Man kann sie schon vorher online oder im Hotel holen. Es ist Pfand auf der Karte, zurückgeben lohnt sich. Bei der Gondelstation Oey gibt es übrigens auch einen Parkplatz, der ziemlich viel Platz bietet. Wer Schiausrüstung ausleihen möchte, kann das z.B. bei Intersport Hari mitten im Dorf in Adelboden tun. Und wer seine Badehose für den Wellnessbereich vergessen hat: Keine Sorge! Es wird einem in den Sportgeschäften mit einem Schmunzeln gerne ausgeholfen!

Tag 4 – Romantischer Spaziergang dem Fluss entlang

Der traumhaft schöne Urlaub geht langsam zu Ende. Aber nicht ohne diesen Spaziergang!
Schon beim Busfahren hatte ich einen Weg dem plätschernden Fluss Engstlige entlang entdeckt und wollte unbedingt noch dort spazieren gehen.
Wieder mit dem Bus 232 fuhren wir bis wir den Weg aus dem linken Fenster sahen und stiegen aus. Hinabsteigen konnte man dort aber nicht, also machten wir uns auf die Suche der Strasse entlang. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen bei Dürrenegge oder Oey auszusteigen.Aber als wir dann da waren, war ich fasziniert vom eisblauen Wasser und den verschneiten Steinen. Wir gingen flussaufwärts und genossen die romantische Idylle.
Vom Wendeplatz Boden aus fuhren wir dem dem Bus wieder hinauf zum Hotel und packten wehmütig aber auch mit Vorfreude auf Zuhause und wunderschönen Erinnerungen unsere Sachen.

Mein Tipp:
Lass dir vom Hotel eine Übersichtskarte der Region geben. Dort sind Winterwanderwege, Schneeschuh-Routen, Langlauf Loipen, Skipisten und vieles mehr eingezeichnet. Erkundige dich vor allem bei viel Neuschnee, ob deine ausgewählte Route begehbar ist. Manche Winterwanderwege waren so tief verschneit, dass man sie mit normalen Schuhen nicht hätte entlang wandern können. Wenn auf einer Route Lawinengefahr herrscht, wird das mit Absperrbändern gekennzeichnet. Erkundige dich aber sicherheitshalber noch bevor du dich auf den Weg machst und gehe kein Risiko ein.

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Nützliche Adelboden Reiselinks

Ich kann mir vorstellen, dass Adelboden auch im Sommer absolut einen Besuch wert ist!
Warst du schon mal im Sommer dort und hast ein paar Tipps? Oder konntest du auch schon die fantastische Winterlandschaft der Alpen geniessen?

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